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Was ist Bildungsurlaub?


5 bis 10 Tage, die den Kopf verändern!

Wie schon in der vergangenen Woche berichtet sind die Zeiten vorbei, in denen Dinge einmalig gelernt wurden und damit die Lernentwicklung abgeschlossen ist. Weiterbildung ist in der heutigen Zeit ein fundamentaler Bestandteil des Lebens und nicht mehr wegzudenken. Altes Wissen ist nicht mehr aktuell, neue Technologien kommen hinzu und somit müssen sich neue Fähigkeiten angeeignet werden. Up-to-Date muss jeder von uns bleiben, im Privatleben aber vor allem in der Arbeitswelt, um mit den Mitbewerbern und Arbeitskollegen standhalten zu können. Sicherlich denken Sie sich jetzt „Klar, Fortbildung ist wichtig, doch wo soll ich die Zeit dafür hernehmen?“ Die Antwort: Bildungsurlaub!


Was viele von Ihnen sicherlich nicht wissen, der Staat fördert Arbeitsnehmer die sich aus eigener Initiative heraus weiterbilden möchten mittels eines Bildungsurlaubs. Für eine Woche kann sich der Arbeitnehmer so für ein frei gewähltes Thema weiterbilden und für diese Zeit von der Arbeit beurlauben lassen. Mit dem typischen Erholungsurlaub hat die „freie“ Zeit allerdings nicht zu tun, denn diese Zeit darf ausschließlich dafür genutzt werden sich neue Kompetenzen in einem Bereich, wie z. B. eine Sprache, Computerprogramm oder ähnliches anzueignen. Wichtig hierbei zu erwähnen ist noch, dass das Gehalt für diese Zeit ganz normal weitergezahlt wird.


Die Kosten für den gewählten Lehrgang oder das Seminar liegen allerdings beim Arbeitnehmer, was durch die Lohnfortzahlung ausgeglichen wird. Profitieren tun ganz klar beide Parteien aus dem Bildungsurlaub: Der Arbeitgeber durch das neu erworbene Knowhow, welches dem Unternehmen zugutekommt und der Arbeitnehmer profitiert, indem er sich für die Zukunft weiterbildet und auch für künftige Aufgaben fachlich gut aufgestellt ist.


Wer hat Anspruch?

Eigentlich war es geplant, dass Arbeitnehmer aus ganz Deutschland Anspruch auf Bildungsurlaub haben. Allerdings ist das noch nicht ganz der Fall – in Bayern und Sachsen wurde das Bildungsurlaubsgesetz noch nicht durchgesetzt, womit dort auch kein Anspruch besteht. In allen anderen vierzehn Bundesländern haben Sie allerdings Anspruch darauf. In den verschiedenen Bundesländern bestehen trotzdem noch leichte Unterschiede bezüglich des Bildungsurlaubs. Entscheidend für Sie ist nur, ob das Seminar welches Sie belegen wollen in dem Bundesland anerkannt ist, in dem sich auch Ihr Arbeitsplatz befindet. Im Internet gibt es Möglichkeiten nachzuschauen, welche Seminare in welchem Bundesland für einen Bildungsurlaub anerkannt sind.


Die Arbeitnehmerweiterbildung wird fast jedermann gestattet. Für Auszubildende gelten noch einmal veränderte Regelungen, genauso wie für die aus dem Programm ausgeschlossenen Beamten. Weitere Informationen zu Sonderfällen und Einschränkungen können Sie auch dem Internet und den einzelnen Länder-Gesetzen entnehmen.


Eine weitere Ausnahme ist noch bei den sehr beliebten Sprachreisen zu beachten. Natürlich sind diese sehr gefragt, denn wo sonst kann man das Nützliche mit dem Angenehmen so einfach verbinden? Allerdings sind diese Reisen z. B. im Saarland, in NRW und in Bremen eingeschränkt. Für NRW bedeutet das beispielsweise, dass Sprachreisen nur bis zu einem Radius von 500km von der Landesgrenze NRW´s entfernt genehmigt werden. In Bremen wiederum werden nur europäische Sprachen anerkannt, die allerdings weltweit erlernt werden dürfen.


Wie melden Sie den Bildungsurlaub richtig an?

Damit Sie auf Nummer Sicher gehen können und Ihrem Bildungsurlaub nichts mehr im Weg steht sollten Sie im Vorfeld einige Aspekte beachten:

  • Finden Sie heraus, ob Sie generell Anspruch auf Bildungsurlaub haben

  • Gibt es in Ihrem Bundesland spezielle Regelungen oder ein Bildungsurlaubsgesetz?

  • Suchen Sie sich ein Seminar aus, welches Ihren Interessen entspricht und in Ihrem Bundesland anerkannt ist

  • Klären Sie vor der Buchung mit dem Veranstalter ab, ob für das Seminar eine Anerkennung vorliegt

  • Nach der verbindlichen Buchung bekommen Sie in der Regel alle notwendigen Unterlagen vom Veranstalter zugeschickt

  • Berücksichtigen Sie bei der Buchung, dass Ihr Arbeitgeber Ihre Abwesenheit einplanen muss. Beantragen Sie Ihren Bildungsurlaub also frühzeitig

  • Der Arbeitgeber prüft nun Ihre eingereichten Dokumente und informiert Sie über seine Entscheidung

  • Sofern keine Einwände vorliegen, können Sie nun Ihren Bildungsurlaub antreten

  • Nach dem Bildungsurlaub erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung vom Veranstalter, welche Sie bitte auch Ihrem Arbeitgeber aushändigen

  • Wir hoffen, dass wir Sie zu mehr Weiterbildung anregen konnten und vielleicht auch Sie bald Ihren ersten Bildungsurlaub antreten werden.


    Das meine-Seminare Team wünscht Ihnen eine schöne Woche!