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Weiterbildung kommt!


Zahlt der Staat oder Chef Ihren Aufstieg?

Eine Weiterbildung zu absolvieren steht schon seit langem auf Ihrer Agenda, doch Sie wurden bislang immer von den anfallenden Kosten abgeschreckt? Das muss gar nicht so sein, denn es gibt zwei mögliche Wege, damit Sie nicht alleine auf den Kosten sitzen bleiben. Zum einen besteht die Möglichkeit, dass ihr Chef Sie bei der geplanten Weiter- oder Fortbildung finanziell unterstützt. Und zum anderen existieren zahlreiche Förderprogramme des Staates, die man in Anspruch nehmen kann, wenn man nur genau über sie Bescheid weiß. Es gibt also einige Möglichkeiten, um die Kosten nicht allein tragen zu müssen – man muss nur wissen, was sich lohnt.


Weiterbildung lohnt sich

Die beste Möglichkeit für Arbeitsnehmer zukünftig mehr Geld zu verdienen ist durch eine bessere Ausbildung. Dementsprechend sind Weiterbildungen momentan hoch im Kurs. Egal ob Sprachkurse, EDV-Lehrgänge oder eine ganz andere Weiterbildung – das Angebot ist vielfältig. Und dieses wird auch genutzt: Im Jahr 2016 haben 50% der 18- bis 64-Jährigen an Weiterbildungen teilgenommen. Und diese Zahl würde wahrscheinlich noch weiter ansteigen, wenn die Arbeitnehmer über die Möglichkeiten Bescheid wüssten, um die anfallenden Kosten nicht alleine tragen zu müssen. Denn wer beispielsweise ein Fernstudium oder ähnliches über mehrere Monate hinweg absolviert, der muss oftmals Kosten in Höhe von mehreren Tausend Euro Studiengebühren, Übernachtungs- und Fahrtkosten tragen.


So greift der Chef in die Tasche

Den eigenen Chef um finanzielle Unterstützung für eine Weiterbildungsmaßnahme zu bitten ist oftmals die einfachste und schnellste Möglichkeit. Denn viele Arbeitsgeber sind sehr dahingehend aufgeschlossen ihren Mitarbeitern Weiterbildungen zu ermöglichen oder sie finanziell zu bezuschussen. Der Nutzen aus engagierten und gut ausgebildeten Mitarbeitern ist nämlich allen klar: Wer gewillt ist sich fachlich weiterzuentwickeln, der kann nur einen positiven Effekt für den Unternehmenserfolg mit sich bringen. Wenn Sie Ihren Chef um finanzielle Beihilfe bitten wollen haben wir folgende Tipps für Sie:

  • Schlagen Sie eine Prämie für den erfolgreichen Abschluss der Weiterbildung vor

  • Finden Sie den passenden Zeitpunkt

  • Stellen Sie den Mehrwert heraus

  • Schlagen Sie eine Weiterbildung anstelle einer Gehaltserhöhung vor

  • Binden Sie sich an das Unternehmen

  • Zeigen Sie Engagement

  • Zwei Haken gibt es allerdings: Zum einen müssen sich Arbeitnehmer, die finanzielle Zuschüsse des Chefs für Weiterbildungen in Anspruch nehmen, häufig für eine gewisse Zeit an den derzeitigen Arbeitgeber binden, zum anderen kann man seinen Chef nicht um Geld bitten wenn die Weiterbildung für eine berufliche Umorientierung gedacht ist.


    Erhalten Sie Unterstützung vom Staat

    Sollte der Chef sich querstellen oder Sie möchten ihn schlichtweg nicht um Hilfe bitten, so bestehen auch noch weitere Möglichkeiten, um ihren Weiterbildungswunsch bezuschussen zu lassen. Der Bund und die einzelnen Bundesländer bieten engagierten Arbeitnehmern zahlreiche Fördertöpfe zur finanziellen Unterstützung an. Damit Sie in Zukunft wissen, welche Möglichkeiten es gibt stellen wir Ihnen die wichtigsten bundesweiten Fördertöpfe vor:

    • Bildungsprämie: Sofern Sie angestellt oder selbstständig sind und nicht mehr als 15 Stunden pro Woche arbeiten zahlt der Staat 50% Ihrer Weiterbildungen (maximal 500€). Kleines Manko: Sie dürfen nicht mehr als 20.000€/ Jahr verdienen.

    • Bildungsgutschein: Diesen können Arbeitslose beantragen und die Weiterbildung wird zu 100% gezahlt. Allerdings wird nicht jede Weiterbildung gefördert. Durch den absolvierten Kurs müssen die Chancen steigen einen neuen Arbeitsplatz zu finden.

    • WeGebAU: Die „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen“ bezuschusst mit 100% und eventuellen Lohnzuschüssen Geringqualifizierte, die seit 4 Jahren nicht mehr in ihrem ursprünglichen Beruf arbeiten. Außerdem profitieren alle Arbeitnehmer, die in Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern tätig sind.

    • Meister-Bafög: Dasselbe Prinzip, wie das des Studenten Bafögs. Wer eine Weiterbildung in einem Umfang von min. 400 Unterrichtsstunden absolviert bekommt ein Darlehen in einer maximalen Höhe von 100.226€ - 30,3% werden als Zuschuss vom Staat geleistet.

    • Aufstiegsstipendium: Sofern Sie Ihre Berufsausbildung mit mindestens 1,9 abgeschlossen haben und bereits über 2 Jahre Berufserfahrung verfügen, so kann ein Hochschulstudium mit 670€ pro Monat finanziert werden. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden.

    • Weiterbildungsstipendium: Stipendiaten erhalten maximal 6000€, die nicht zurückgezahlt werden müssen für ein Studium, eine Weiterbildung oder einen Kurs. Voraussetzungen: der Eigenanteil beträgt 10%, Sie sind unter 25 Jahre alt und Sie haben besondere Leistungen im Beruf oder der Ausbildung erbracht.

    • Arbeitnehmer, die ein recht hohes Gehalt bekommen haben häufig keinen großen Anspruch auf finanzielle Förderung. In diesem Fall sollten die Programme der Bundesländer genauer geprüft werden. Sofern es wirklich keine Möglichkeit für eine Bezuschussung Ihrer Weiterbildung gibt, so haben wir dennoch ein kleines Trostpflaster für Sie: Bis zu 1000€ können Sie bei der nächsten Steuererklärung als Werbungskosten absetzen!


      Das meine-Seminare Team wünscht Ihnen eine schöne Woche!