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Öde Schulungen adé!

Mit Vermittlungskompetenz zu spannenden Schulungen

Eine Geschichte von Vorfreude und Lustlosigkeit

Stellen Sie sich einmal vor, Sie besuchen eine Schulung … sagen wir einmal zum Thema Suchmaschinenoptimierung. Sie kommen mit den anderen Schulungsteilnehmern an, nehmen Ihre Plätze ein, ihr Trainer betritt den Schulungsraum. Es folgt eine kleine Begrüßung, eine Übersicht über die anstehenden Inhalte, alle Teilnehmer sind hochmotiviert. Doch dieses Gefühl hält nicht lange an. Bereits nach kurzer Zeit fangen Sie und die weiteren Schulungsteilnehmer an vom Thema abzuschweifen, sie sind nicht mehr ganz „bei der Sache“ und fragen sich ob diese Schulung Sie überhaupt weiterbringen wird und ob man sich die Zeit nicht besser hätte sparen können. Doch woran liegt es, dass die anfängliche Motivation der Teilnehmer schlagartig in Lustlosigkeit und Demotivation umgeschlagen ist? So hart es auch klingen mag, die Antwort ist ganz einfach: „Der Trainer ist schuld daran.“ Natürlich hatten Sie zu Beginn der Schulung eine bestimmte Erwartungshaltung und Hoffnungen, die an diese geknüpft waren. Und es ist auch selbstverständlich, dass persönliche Erwartungen und die Realität oft nicht ganz konform gehen. Dennoch ist es ein No-Go für Seminaranbieter, dass die Teilnehmer durch den Trainer so stark demotiviert werden, dass sie die einst vorhandene Lust an der Schulung verlieren. Doch woran kann das genau liegen? Was ist der Auslöser?


Vermittlungskompetenz entscheidendes Kriterium

Dass die Schulungsteilnehmer relativ schnell die Lust am Seminar verlieren liegt in den meisten Fällen nicht an den Lehrinhalten. Denn die Mehrheit der Lernenden möchte sich ja fortbilden und etwas Neues dazu lernen. Auch fehlendes fachliches Knowhow des Trainers ist kein entscheidendes Kriterium, denn in der Regel sind die Dozenten fachlich sehr gut aufgestellt und wissen worüber sie sprechen. Das viel größere Problem, dass Trainer ihr Schulungsteilnehmer nicht „abholen“, liegt in der mangelnden Vermittlungskompetenz ihrerseits. Themen, ganz egal um welche es sich handelt, spannend und lebendig zu präsentieren sind ganz entscheidende Aspekte einer Schulung. Die Teilnehmer müssen von Beginn an für die Thematiken begeistert und miteinbezogen werden, denn nur so kann Lernen zu einem Erlebnis werden. Sie fragen sich wie das klappen soll? Ganz einfach: Mit den richtigen Methoden, die zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt werden. Diese Methoden sollten vor allem Freude bereite, Spaß am Lernen ermöglichen und ein klar formuliertes Ziel verfolgen.


Spielerisch lernt es sich am Besten

Viele Studien haben es bereits bewiesen: Am besten lernt man nicht etwa durch das Lesen oder Schreiben.


  • Lesen: 10%

  • Hören: 20%

  • Beobachten: 30%

  • Hören und sehen: 70%

  • Selbst ausführen: 90%

  • Den höchsten Erfolg erzielt man beim Lernen, indem man selber Dinge ausprobiert, sie anfasst und anwendet. Spaß an der Sache zu haben ist dabei ein wichtiger Faktor. Spielerisch neue Dinge auszuprobieren und zu üben begeistert und regt viele Lernenden zum Weitermachen an. Aus diesem Grund ist auch die digitale Version des spielerischen Lernens, Gamification oder auch game based learning, immer beliebter. An dieser Stelle ist es vollkommen egal, ob es sich um einen lockeren Workshop, eine wichtige Tagung oder eine Schulung handelt – es bestehen immer zahlreiche Möglichkeiten diese Termine aufzupeppen. Ein positiver Nebeneffekt, der entsteht wenn Sie die Schulung für Ihre Teilnehmer spannender und aufregender gestalten: Auch dem Trainer bringen diese Stunden dann mehr Spaß. Generell gilt eine Faustregel: Kleine Spiele und Abwechslungen im Team bringen immer neuen Elan und neue Energie ins Spiel, denn, dass man von stundenlangen Monologen und monotonen Präsentationsfolien schnell gelangweilt wird, ist natürlich nachzuvollziehen.


    Tipps und Tricks

    Ganz klar, das Ganze ist manchmal leichter gesagt als getan. Und genau aus diesem Grund haben wir einige Tipps, die wir Ihnen mit an die Hand geben wollen. Diese sollen als kleine Anregung dienen, damit die nächste Schulung vielleicht ein bisschen spannender für Ihre Teilnehmer ist und sie mit einem Lächeln aus der nächsten Schulung gehen.


    • Eisbrecher: Sorgen Sie direkt zu Beginn der Schulung für eine lockere Atmosphäre z.B. durch ein Kennenlernspiel.

    • Aktivierungsübungen: Nach längeren Konzentrationsphasen sind Aktivierungsübungen eine gute Möglichkeit, um die grauen Zellen wieder in Schwung zu bringen. Dabei kann es hilfreich sein, seinen gesamten Körper miteinzubeziehen.

    • Wissenstransfer: Um das erlernte und besprochene Wissen zu verankern können Sie zum Abschluss Transferübungen einsetzen, in denen die Teilnehmer ihr neues Wissen selber anwenden müssen.

    • Spiele: Der Satz: „Wir sind nicht zum Spielen hier!“ ist Schnee von gestern, denn durch Spiele oder spielerische Elemente lernt man besser.

    • Verfolgen Sie ihr Ziel: Auch wenn Sie spielerische Elemente nutzen, sollten Sie ihr Ziel nicht aus den Augen verlieren und das auch den Teilnehmern klarmachen. Nutzen Sie also lieber Worte wie „Übungen“ oder „Methoden“.

    • Kampfgeist: Erwecken Sie den Kampfgeist Ihrer Teilnehmer. Wie aus vielen Videospielen bekannt ist können Elemente wie Ranglisten oder Fortschrittsanzeigen dabei helfen noch besser werden zu wollen.

    • Bildsprache: Gestalten Sie Ihre Arbeitsmaterialien nicht zu textlastig. Bilder die Emotionen wecken, bleiben besser in Erinnerung, als eine Folie voller Text.

    • Wir hoffen, dass Sie in unserem Artikel Anregungen gefunden haben um der nächsten Schulung etwas neuen Pep zu verleihen und würden uns über Erfahrungsberichte sehr freuen. Erzählen Sie doch mal: Welche Methode kommt bei Ihren Schulungsteilnehmern besonders gut an?


      Das meine-Seminare Team wünscht Ihnen eine schöne und erfolgreiche Woche!