Seminarmethoden - meine-Seminare

Blogübersicht

Seminarmethoden

Seminarmethoden

Mit Spaß zum Lernerfolg!

Wie der Lernstoff in den Köpfen der Teilnehmer hängen bleibt und wie man dabei auch noch Spass hat. Wir erzählen Ihnen genau wie das funktioniert. Hier in unserem TOP Blog.

Wer schon mal ein Seminar oder ein Training besucht hat weiß, dass die Teilnahme interaktiv und individuell gestaltbar ist.

Offene Seminare sind bezüglich Zeit und Veranstaltungsort festgelegt und behandeln ein vorgegebenes Thema. Charakteristisch für ein offenes Seminar, ist die hohe Standardisierung der Lehrinhalte. Sie können sich an eine bestimmte Zielgruppe richten und sind für jeden zugänglich. Einzelanmeldungen sind im Gegensatz zu Inhouse Seminaren also möglich.

Inhouse Seminare sind hinsichtlich ihres Inhaltes ausschließlich für einen bestimmten Teilnehmerkreis konzipiert. Sie orientieren sich an Themen offener Seminare, werden aber an Bedarf und Ziele der Auftraggeber angepasst. Zeit und Ort sind ebenfalls festgelegt. Inhouse bedeutet aber nicht gleich dass das Seminar im eigenen Unternehmen veranstaltet wird. Ein Inhouse Seminar kann zum Beispiel für die Mitarbeiter eines Unternehmens an einem externen Ort stattfinden.

Ob offenes Seminar oder Inhouse Seminar, sie unterscheiden sich zwar in ihrer inhaltlichen Tiefe, aber die angewandten Methoden zur Lehrstoffvermittlung sind dieselben.

In Seminaren werden die zu vermittelnden Kenntnisse von den Teilnehmern praktisch geübt und verknüpfen sie dadurch im Idealfall mit ihren Fähigkeiten und eigenen Erfahrungen.  Dabei sind Coaches und Trainer gewillt, jedem Ihrer Teilnehmer die zu vermittelnden Inhalte bestmöglich und möglichst nachhaltig nahe zu bringen. Sie greifen dafür auf Methoden zurück, die Interaktion und lösungsorientiertes Handeln fördern.

Wir haben einige dieser Methoden für Sie zusammengetragen und erklären Ihnen welche Rolle sie im Lernprozess spielen.

Erstes Beschnuppern

Damit Coach und Teilnehmer ein Gefühl füreinander bekommen, ist es schlau zum Einstieg mit kleinen Kennlernspielen zu beginnen. Sollte sich die Gruppe schon mehr oder weniger kennen, wie es bei Inhouse-Seminaren meistens der Fall ist, können die Spiele auch sofort unternehmens-/ bzw. themenspezifisch angewendet werden. Das Spiel Soziometrie ist dafür besonders gut geeignet, denn es verleitet die Teilnehmer dazu sich der Gruppe zu öffnen und bringt Bewegung in den Raum. Das Spiel funktioniert wie folgt:

Die Teilnehmer bekommen die Aufgabe, sich anhand bestimmter Merkmale in Gruppen oder einer Reihenfolge aufzustellen. Dabei hat der Trainer die Wahl, erst mal allgemeine Kennlernfragen, die die Stimmung lockern, zu stellen oder direkt in das Thema einzusteigen und themenspezifische Fragen in den Raum zu werfen, zu denen die Teilnehmer dann persönlich Position einnehmen können.

Gute Beispiele für Kennlernfragen wären:

„Was ist Ihre Lieblingsfarbe?“

„Mögen Sie lieber Hunde oder Katzen?“

Mit Fragen wie „Wie viele Jahre Berufserfahrung haben Sie ?“ oder „Wie viele Orte haben Sie schon bereist?“, schaffen Sie es als Trainer, dass sich das Kollektiv aktiv an der Situation beteiligt. Bei diesen Fragen müssen sich die Teilnehmer in eine Reihenfolge – viel bis wenig, oder andersrum – aufstellen. Dabei erfährt der Trainer, welche Personen Initiative ergreifen und welche sich eher zurückhalten. Dies sind wichtige Informationen für den Trainer, der damit jeden Teilnehmer einzuschätzen lernt.

Flipped Classroom

Eine beliebte Strategie, um den Teilnehmern ein Thema nahe zu bringen, ist Sie selbst das Thema erklären zu lassen. Bei der Flipped-Classroom-Strategie setzen sich die Teilnehmer in Kleingruppen zusammen und erarbeiten ein Thema anhand vorbereiteter Materialien zuerst selbst. Im Anschluss daran, stellen die Kleingruppen ihre Arbeit im Rahmen einer Präsentation allen anderen Teilnehmern vor. Ziel ist es, die Kleingruppen relativ tief in ein Teilthema eintauchen zu lassen. So können sie in dem jeweiligen Bereich zu Experten werden.

Hintergrund dieser Strategie ist die Annahme, dass sie ein Thema wirklich verstanden haben, wenn sie in der Lage sind es anderen zu erklären. Zusätzlich bietet die Arbeit in Kleingruppen den Vorteil, mehrere Perspektiven zu betrachten. Außerdem sind alle Teilnehmer immer aktiv und denken jederzeit mit

Modern Flipped Classroom

Mit dem Wandel der Zeit und dem technologischen Fortschritt entwickeln sich auch altbekannte Lehrmethoden weiter. So werden immer mehr Veranstaltungen durch Technologie unterstützt. Mittlerweile gehören Beamer, Videoaufzeichnung, Mikrofone und Overhead Projektoren zur Standardausrüstung eines jeden Lehrbeauftragten.
Die Flipped-Classroom-Strategie hat dabei auch eine Weiterentwicklung erfahren. Prinzipiell bleibt hier alles wie gehabt, jedoch wird die Präsentation der Ergebnisse aus den Kleingruppen durch selbst erstellte Videos ersetzt. Der Kreativität der Gruppenmitglieder werden dabei keine Grenzen gesetzt. Die Aufnahme der Videos ist mit dem eigenen Smartphone oder einem Tablet möglich und kann später über einen Beamer auf eine Leinwand projiziert werden.
Das Ergebnis ist eine selbsterstellte Dokumentation mit emotionaler Verknüpfung und einen bzw. mehrere stolze Experten.

Neugier weckt Aufmerksamkeit

Seminare können für Teilnehmer ganz schön anstrengend sein wobei die Konzentration nachlässt, aus diesem Grund muss dafür gesorgt werden, dass die Aufmerksamkeit stetig oben bleibt. Mit einigen Tricks ist das kein Problem.

Hat sich die gesamte Gruppe wieder zusammengefunden, kann ein Spiel wie „Schätz mal“ die Neugier der Teilnehmer wecken. Die Gruppe soll Dinge schätzen, über die sie höchstwahrscheinlich relativ wenig Vorwissen haben. Bestens geeignet sind ausgefallene Fragen über spezielle Verhaltensweisen von Tieren oder maschinelle Verfahren. Demografische Themen wie die Geburtenrate oder Migration oder auch  so genannte Fun Facts können eingebaut werden. Je ausgefallener die Frage oder unterschiedlicher die Antworten der Teilnehmer ausfallen, desto mehr Spaß macht das Spiel.

Ein Beispiel: „Können Gehörlose seekrank werden?“

Quiz-Runde

In manchen Seminaren bleibt es nicht aus, dass trockener Lehrstoff frontal vermittelt werden muss. Abhängig von der Menge an zu behandelndem Stoff, können am Ende des Frontalunterrichts, oder zwischendrin, eine oder mehrere Quiz-Runden drangehängt werden. Die Fragen sollten sich auf schon erarbeitete Inhalte beziehen. Diese Übung ist gut, um die Lernerfolge der einzelnen Teilnehmer zu prüfen und Defizite aufzudecken.  Es gibt etliche Möglichkeiten, wie diese Übung angewendet werden kann. Jeder Teilnehmer kann sich eine beliebige Anzahl an Fragekarten ziehen, welche im Vorfeld schon vorbereitet wurden und diese beantworten. Es kann aber auch Reihum gehen und jeder beantwortet eine Frage aus dem Fragendeck. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Trainer die Fragen in der Runde vorliest, wobei sich die Teilnehmer freiwillig melden, um die Frage zu beantworten.

Wie man es auch anwendet, die Antworten werden Aufschluss darüber geben, ob das Thema wirklich verstanden wurde oder nicht.

Ganz wichtig: Feedback!

Zum Ende eines jeden Seminars sollte eine Feedbackrunde eingeplant sein. Zum einen ist das Feedback für den Trainer eine gute Evaluation seiner Arbeit und zweitens ist es sinnvoll das Kollektiv hören zu lassen wie die einzelnen Individuen sich während der Veranstaltung gefühlt haben. Dabei wird keine Antwort kommentiert geschweige denn kritisiert, was bedeutet, jedes Individuum kann seine Meinung frei äußern. Zusammengefasst sorgt Feedback für Transparenz.

 

Wir hoffen, dass wir Ihnen einen guten Einblick in die Hintergründe von Seminarmethoden geben konnten. Sollten Sie vielleicht selbst ein Seminar besuchen wollen oder planen ein eigenes Seminar zu veranstalten, helfen wir von der TOP Tagungszentren AG Ihnen gerne weiter. Besuchen Sie uns auf der Website oder suchen Sie selbst nach passenden Seminaren für Sie, hier in unserem Weiterbildungsportal.

Das meine-Seminare Team wünscht Ihnen ein schönes Wochenende.